Sportlerwahl 2016 im Ammerland

Gewinner feiern ihren Erfolg

WESTERSTEDEGlückliche, lachende und gleichzeitig erstaunte Gesichter bei den Tennis-Frauen des SV Eintracht Wiefelstede: Bereits zum zweiten Mal nach 2012 holte sich das Oberliga-Team am Montagabend im Robert-Dannemann-Forum den Pokal als Ammerländer Mannschaft des Jahres ab. Mit einem strahlenden Lächeln nahm Trainer Jens Kuhle die letzte Urkunde der 19. Sportlerwahl vom Ammerländer Sportredakteur Lars Puchler entgegen, der gemeinsam mit NWZ-Redaktionsleiter Jasper Rittner durch das kurzweilige Programm führte.

Insgesamt 1097 Stimmen hatten die Tennisspielerinnen bei der Sportlerwahl, die von der NWZ und dem Kreissportbund (KSB) Ammerland veranstaltet wird, von den NWZ-Lesern erhalten – und dürfen sich somit „Mannschaft des Jahres 2016“ nennen.

Im Jubel und Applaus kamen auch die frischgebackene Sportlerin des Jahres, Boßelerin Sandra Schedemann-Sieger vom BV Westerscheps, sowie der neue Sportler des Jahres, Handballer Tobias Weihrauch vom VfL Edewecht, auf die Bühne, um noch einmal gemeinsam zu feiern. Zusammen posierten die Gewinner für die Fotografen – natürlich mit Pokalen, Blumen, Urkunden und Gewinner-Shirts.

Er sei ein bisschen enttäuscht, nicht nominiert zu sein, scherzte NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann zu Beginn des Abends. Sowohl im Tischtennis – der „schnellsten Rückschlagsportart“ – als auch im Halbmarathon – Zielzeit von 2:20 Stunden, Platzierung über 4000 – habe er sich versucht. „Sie wissen, dass Sie alle Sieger sind“, richtete er sich an die Nominierten und betonte auch die vielen Ehrenämtler, Väter und Mütter hinter den Kulissen: „Nur deshalb ist das Ganze möglich.“ Er habe sich damals wie Bolle über seinen Platz jenseits der 4000 gefreut: „Ich hoffe, dass sich heute Abend alle freuen.“

Von einer liebgewonnenen Tradition sprach anschließend die KSB-Vorsitzende Monika Wiemken. Dabei gebe es in diesem Jahr sowohl Altbewährtes als auch Neues: Erstmals fand die Sportlerwahl im Robert-Dannemann-Forum statt und auch das Programm habe sich mit „musikalischer Untermalung und anderen Überraschungen“ verändert. Einiges habe sich aber nicht verändert – „die Nominierten stehen im Mittelpunkt“, sagte Wiemken.

Die „hervorragende Leistung“ aller Nominierten lobte auch Landrat Jörg Bensberg und hob auch die vielen Ehrenamtlichen hervor: „Schön, dass Sie nominiert sind, und schön, dass Sie so eine starke Truppe an Ihrer Seite haben“, wandte er sich an die Kandidaten. Dabei betonte er, dass die Gemeinden und der Landkreis an der Seite der Sportler stünden, da Hallen und Plätze oftmals kostenfrei seien.

Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß sprach von der „großen Bandbreite des Sports“, die die Stadt anbiete. Deshalb werde das Hössenzentrum weiterentwickelt und auch die Stadtolympiade werde wieder stattfinden: „Das ist gut für das Wir-Gefühl.“

Eine spannende Wahl, sportliche und künstlerische Aufführungen sowie viele nette Gespräche beim anschließenden Essen sorgten für erfrischende und ausgelassene Stimmung bei der gut besuchten Sportlerwahl mit fast 120 Gästen.

Jubel und Trauer in Wiefelstede

WIEFELSTEDEAm Ende hat es nicht ganz gereicht. Während die erste Mannschaft der Wiefelsteder Tennis-Frauen den Meistertitel in der Oberliga nur knapp verpasste, musste die Reserve den Abstieg in der Landesliga hinnehmen.

Nach der 0:6-Pleite der zweiten Mannschaft bei Meister TC RW Neuenhaus war es gewiss, dass die Ammerländerinnen in der nächsten Saison nicht erneut in der Landesliga aufschlagen werden. Trainer Jens Kuhle wusste, dass es die Mannschaft schwer haben würde: „Wir hätten aus den ersten drei Partien, in denen wir unentschieden gespielt haben, mehr Punkte holen müssen. Wir konnten die Ausfälle und die Spielerinnen, die in der ersten Mannschaft aushelfen konnten, nicht ersetzen.“

So war es am Sonntag beim Meister, der mit seiner besten Mannschaft auflief, nur ein dünner Strohhalm nach dem die Wiefelstederinnen greifen konnten. Schon nach den Einzeln war das Duell aber zugunsten des Favoriten entschieden. Alle Spiele gingen in zwei Sätzen an die Gastgeberinnen. Als Vorletzter mit drei Remis und drei Niederlagen treten die Ammerländerinnen nun den Gang in die nächsttiefere Liga an.

Bei der Oberliga-Mannschaft schwankte die Stimmung zum Saisonende zwischen Freude und kurzzeitiger Enttäuschung. Im Fernduell um Platz eins hatten die Wiefelstederinnen am Samstag bereits einen 6:0-Heimsieg gegen das Schlusslicht aus Braunschweig vorgelegt und den TV Visbek so unter Druck gesetzt. „Visbek musste nach unserem klaren Sieg in Göttingen gewinnen. Bei einem Unentschieden wären wir aufgrund des besseren Matchverhältnisses wieder vorne gewesen“, erklärte Kuhle.

So fieberten die Ammerländerinnen am Sonntag ab 11 Uhr bei einem Liveticker mit und hofften auf den Ausrutscher des Konkurrenten, der dem SVE in der Vorwoche die einzige Saisonniederlage zugefügt hatte. Die Hoffnung wurde lange genährt. Nach den Einzeln hatte es noch 2:2 gestanden. Auch im ersten Doppel war die Partie nach zwei Sätzen noch ausgeglichen. Beim 7:7 im dritten Satz fehlten nur noch drei Göttinger Punkte für die Wiefelsteder Titelträume. Den Gefallen taten die Visbeker den Ammerländerinnen aber nicht.

„Am Ende ist die Meisterschaft für Visbek schon verdient“, gab Trainer Kuhle zu: „Wir können mit unserer starken Saison aber auch vollkommen zufrieden sein.“

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